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04.12.2017 | Lifestyle

Weihnachtsfeiern und ihre Stolperfallen

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Alle Jahre wieder gehören sie zum guten Ton der Mitarbeiterbindung wie Gewürze in den Glühwein. Ob als großes Event mit reichhaltigem Entertainment oder als nettes Beisammensein mit gemeinsamem Essen, Weihnachtsfeiern bieten unabhängig von ihrer Größe jedem Teilnehmer Gelegenheiten – zur Beziehungspflege UND zur Blamage. Damit du aus deiner Weihnachtsfeier als Gewinner und nicht als Geächteter hervorgehst, haben wir dir die wichtigsten Do's und Don'ts zusammengestellt:

Deine Chance
  • Du sitzt neben deinem Chef oder seinem engsten Vertrauten? Zeige, dass du ein angenehmer Tischnachbar bist, der kluge Konversation beherrscht - als vielseitig interessierter, aufgeschlossener Zeitgenosse, der auch in der Lage ist, zuzuhören und auf den Gesprächspartner einzugehen. Dein Sitzplatz ist deine Chance, deine sozialen Kompetenzen unter Beweis zu stellen.

     

  • Mit zunehmendem Alkoholpegel sitzt die Zunge lockerer. Konzentriere dich auf unverfängliche Gesprächsthemen wie Hobbies, Literatur, Reisen oder Musik. Bleibe offen für neu hinzustoßende Gesprächspartner. In der Offenheit liegt deine Chance für neue Einsichten und Kontakte. Nicht vergessen: Eine gute Trinkgrundlage durchs Essen schaffen und zwischendurch einfach mal ein Wasser trinken.

     

  • Du hast nach etlichen Überstunden und anderen Weihnachtsfeiern keine Lust, auch noch an der Firmenweihnachtsfeier teilzunehmen. Verständlich, aber begreife deine Teilnahme als Chance: für deinen Arbeitgeber, dir seine Dankbarkeit zu zeigen, für dich, deine Kollegen in lockerer Atmosphäre anders kennenzulernen und für die innerbetriebliche Kontaktpflege auch über Abteilungsgrenzen hinweg.

 

 Dein Untergang
  • Nimm den Sitzplatz neben deinem Chef nicht als Freibrief, um dich permanent für eine Beförderung zu empfehlen! Rede nicht von der Arbeit, wenn er es nicht tut. Vielleicht ist er ganz froh, das Tagesgeschäft mal außen vor zu lassen. Nötige ihn nicht, sich mit Dingen zu beschäftigen, von denen er an diesem Abend nichts wissen will. Lästereien über Kollegen oder das Streuen von Gerüchten sind ebenso tabu! Statt andere ins Aus zu befördern, katapultierst du dich selbst dorthin.

     

  • Allzu tiefe Einblicke in dein Eheleben oder deine politischen Ansichten solltest du zu fortgeschrittener Stunde nicht gewähren – manches offenherzige Bekenntnis wird sonst nach der Weihnachtsfeier zum Bumerang. Und auch wenn du dich selbst darüber köstlich amüsieren solltest: frauenverachtende, homophobe oder rassistische Witze solltest du dir auf der Weihnachtsfeier auf jeden Fall verkneifen.

     

  • Die attraktive Kollegin aus dem Nachbarbüro hat sich in Schale geschmissen, ihr tiefes Dekolleté lädt dich zum Anbandeln ein. Der unverschämt gut aussehende Praktikant wirkt nach dem dritten Glas Bier endlich zugänglich. Du gehst auf Tuchfühlung und nimmst die Ansage: Habt Spaß miteinander! als Auftrag für übergriffiges Verhalten. Vorsicht: In der Post-Harvey Weinstein-Ära kann dir sexuelle Belästigung schneller um die Ohren fliegen, als du „Frohes Fest" nuscheln kannst.

     

  • Du setzt im Laufe eines Tages etliche Posts bei Facebook, Instragram & Co. ab. Klar, dass du dir den eng umschlungenen Tanz deines Chefs mit seiner Sekretärin ebenso wenig als Fotomotiv entgehen lässt wie den Kollegen, der gerade ohne Hände versucht, sein x-tes Bierglas zu leeren. Die Fotos postest du nicht nur in deinen Netzwerken, sondern hängst sie als Ausdruck auch noch in die Teeküche. Autsch, mit einem Schlag nicht nur Persönlichkeitsrechte verletzt, sondern auch noch die Gefühle anderer. Sie verlieren dadurch ihr Gesicht, du dein Standing.

     

  • Dich lockt weder die Aussicht aufs Lokal, die Rede des Geschäftsführers noch das Bowling im Anschluss. Du lässt bei Gesprächen mit Kollegen im Vorfeld kein gutes Haar an der Veranstaltung und bleibst der Feier demonstrativ fern. Damit hast du deinen Kollegen nicht nur eine Kollektivklatsche als unwürdige Gesellschaft verpasst, sondern dich auch um eine Gelegenheit gebracht, Erlebnisse mit ihnen zu teilen, von denen später immer wieder die Rede sein wird – der sichere Weg in die Isolation.

©Foto: Getty Images

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