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12.10.2021 | Koreso

Fit für die Zukunft: Koreso zieht in ein Büro mit Vergangenheit

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Vom Dithmarscher Outback ins Herz von Heide: Koreso hat ein neues Zuhause – mit alten Dielen, jungem Esprit und einem Hauch Steinzeit.

Neustart auf vertrautem Boden
Nach seinem Sabbatical auf der Panamericana kehrte Gründer Oliver mit klarem Blick und Laptop zurück – und saß plötzlich mitten im Dithmarscher Niemandsland. „Homeoffice ist toll", sagt er augenzwinkernd, „bis du merkst, dass dein WLAN langsamer ist als ein Faxgerät."
Die ersten Monate nach der Reise liefen aus dem Wohnzimmer – mit zwei Kindern, Laptop und Windradblick. Und mit deutlich mehr Geduld als Bandbreite. Es war der Beginn eines Kapitels, das lehrte: Freiheit ist gut, aber Infrastruktur hilft. Zeit also, das Experiment Homeoffice gegen echten Raum zum Wachsen einzutauschen.

Heide ruft
Jetzt hat Koreso wieder ein festes Zuhause – in Heide. Eine Stadt, die größer denkt, als sie aussieht. Deutschlands weitläufigster Marktplatz, ehrgeizige Pläne mit der geplanten Northvolt-Fabrik und eine Fachhochschule, aus der Jahr für Jahr kluge BWL-Köpfe kommen.
„Für uns perfekt", erklärt Oliver. „Hier treffen wir auf junge Talente, die Lust haben, Recruiting und HR neu zu denken – nicht als Prozess, sondern als Haltung."

Ein Ort mit Geschichte
Das neue Büro selbst könnte Geschichten erzählen. Einst Museum für Dithmarscher Früh- und Vorgeschichte, später Tattoo-Studio – heute Heimat einer Beratung, die Zukunft gestaltet. „Man spürt, dass hier schon viele Ideen gelebt haben", sagt Oliver. Alte Mauern, hohe Fenster, Ecken mit Geschichte. Unten im Keller steht noch ein reetgedecktes Steinzeithaus, originalgetreu erhalten. „Wenn man da hinuntergeht, riecht es nach Erde und Anfang", erzählt Oliver. „Das ist ein guter Kontrast, wenn man über moderne Arbeit redet."

Handarbeit statt Hochglanz
Die erste Maßnahme? Kein Whiteboard, kein Logo an der Wand – sondern Schleifpapier. „Wir haben die alten Eichendielen freigelegt – schweißtreibend, aber jede Faser war's wert." Heute glänzt der Boden warm, der Kaffee duftet, Ideen fliegen durch den Raum. Es ist kein Showroom, sondern ein Ort, in dem Aufbruch spürbar ist – und an dem man gern bleibt.

Warum dieser Ort passt
Heide ist nicht hip – und genau das ist sein Vorteil. Weniger Ablenkung, mehr Fokus. Dazu kurze Wege, ehrliche Leute und Platz für neue Ideen. Zwischen FH, Marktplatz und Northvolt-Geist wächst ein neuer Wirtschaftsort, bodenständig und zukunftsfreudig – Sinnbild für den Auftrieb einer ganzen Region. „Wir wollten keinen schicken Glasturm", sagt Oliver. „Wir wollten ein Haus mit Geschichte – und Zukunft."

©Foto: Anja Kocherscheidt

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